18 Mrz
von Helge Buchheister - Kategorie: Software, todate, Zeitschriften
Auf was gilt es bei der Anschaffung einer Shop-Software zu achten? Welche Software kommt in Frage? Wie lange dauert die Einrichtung eines Onlineshops? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt der für „shop to date 6.0 pro“ verantwortliche Produktmanager Gregor Mönks in einem Interview mit der renommierten Fachzeitschrift „webselling“.
Auf was gilt es bei der Anschaffung einer Shop-Software zu achten?
Insbesondere für kleinere Shops ist einer der wichtigsten Punkte das Thema Rechtssicherheit. Um nach dem Start des Onlineshops das Abmahnrisiko zu minimieren, sollte sich der Shopbetreiber bereits während der Planungsphase intensiv mit rechtlichen Aspekten wie Vertragsabschluss, Widerrufsrecht oder Datenschutz auseinandersetzen. Im Idealfall enthält eine Software bereits von Haus aus Musterformulierungen oder Assistenten, die dem Betreiber helfen, den Onlineshop rechtssicher zu gestalten.
Darüber hinaus muss man sich am Anfang entscheiden, ob man lieber eine Mietlösung oder ein Kaufprodukt nutzen möchte. Beide Lösungen haben Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass das Shopsystem skalierbar ist, und sich stets an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Viele Shopsysteme sind auf eine bestimmte Anzahl von Artikeln limitiert. Es gibt aber nichts Schlimmeres, als zu einem späteren Zeitpunkt ein funktionierendes Shopsystem wechseln zu müssen. Zusätzlich spielen bei der Auswahl eines Shopsystems verschiedene Faktoren wie die Suchmaschinenoptimierung oder das Vorhandensein von Schnittstellen an Warenwirtschaftssysteme eine wichtige Rolle. Zudem sollte das Shopsystem vom Anbieter durch Updates oder neue Versionen weiterentwickelt werden. Hilfreich ist es, sich im Vorfeld ein Anforderungsprofil zu erstellen.
Welche Software passt zu Privatverkäufern und Ebay-Verkäufer, kleineren Händler bis zu 500 Produkten und Shops mit über 1000 Produkten?
Für Privatverkäufer und kleinere Händler scheinen auf den ersten Blick Open-Source-Lösungen verlockend zu sein, da weder Anschaffungs- noch Mietkosten anfallen. Beachtlich ist allerdings der hohe Zeitaufwand, bis man mit einem solchen System endlich online gehen kann. Zudem bedarf eine Anpassung des Shops einer großen Portion technischen Know-hows. Ohne Fachkenntnisse muss man zwangsläufig auf teure Agenturen zurückgreifen. Für Einsteiger sind daher besonders Kauflösungen wie etwa unser „shop to date 6.0 pro“ empfehlenswert. Für die Einrichtung sind keine Fachkenntnisse notwendig, zudem sparen Nutzer durch den hohen Bedienkomfort einiges an Zeit und Nerven.
Gibt es Lösungen, die Sie gar nicht empfehlen können?
Aufpassen sollte man bei kaum bekannten und wenig gepflegten Shopsystemen, die über Sicherheitslücken verfügen können. Ich empfehle den Einsatz von ausgereiften und häufig eingesetzten Shopsystemen. Mittlerweile hat sich bei den Shopsystemen die Spreu vom Weizen getrennt; die Anbieter im täglichen Wettbewerb bieten allesamt sehr flexible und funktionsreiche Lösungen.
Was darf ein guter Online-Shop im Monat den Betreiber kosten?
Die Shop-Software macht oftmals nur einen geringen Teil aller Ausgaben aus. Auch im Betrieb eines Webshops kommen finanzielle Belastungen auf den Shopbetreiber zu. Zusätzlich zu den Anschaffungskosten fallen beispielsweise monatliche Zahlungen für das Hosting, Kosten für Supportanfragen beim Anbieter sowie Ausgaben für Marketing- und Werbemaßnahmen an. Grundsätzlich sollten die monatlichen Ausgaben immer in Relation zum Umsatz stehen.
Wie lange dauert es einen Shop fertig einzurichten und was für Fehler kann man dabei machen?
Ein typischer Fehler liegt darin, dass man seinen Shop nach eigenen Vorstellungen entwickelt. Richtig wäre es stattdessen, die Sichtweise des Kunden anzunehmen. Bereits bei der Einrichtung des Onlineshops sollte man sich zu Themen wie Usability, Kundenpflege und Sicherheit Gedanken machen. Im Vordergrund der Überlegungen steht die Frage, wie man einen Kunden sowohl während des Kaufes als auch danach zufrieden stellt. Der Kunde soll ja möglichst wiederkehren und den Shop weiterempfehlen.
Kann man das in Tagen ausdrücken?
Wie viel Zeit letztlich in die Einrichtung des Onlineshops fließt, ist abhängig von der Größe des Projekts. Der Aufbau eines Onlineshops kann sicherlich mehrere Monate in Anspruch nehmen. Weitaus weniger Ressourcen benötigt man mit Out-of-the-box-Lösungen wie „shop to date 6.0 pro“ – hier konzentriert sich die Arbeit vor allem auf das Einpflegen der Artikel. Unsere Kunden setzen ihre Onlineshops erfahrungsgemäß innerhalb von ein bis zwei Wochen auf.
Gibt es neue Entwicklungen oder Tendenzen im Bereich der Shop-Software?
Ich gehe davon aus, dass vor allem das Echtzeit-Web im E-Commerce an Bedeutung zunehmen wird. Über Microblogging-Werkzeuge wie Twitter werden Shopbetreiber versuchen, ihre Umsätze zu steigern. Und auch soziale Netzwerke wie Facebook werden zunehmend dazu genutzt werden, um neue Kunden durch Empfehlungsmarketing und virale Effekte zu gewinnen. Aus technischer Sicht werden die bestehenden Suchfunktionen weiter verfeinert werden – der Kunde wird zukünftig sein Wunschprodukt mit noch geringerem Zeitaufwand finden.
Gregor Mönks ist Produktmanager bei Data Becker und betreut die Entwicklung von „shop to date 6.0 pro“. Das Interview ist in der aktuellen Ausgabe (2/2010) der Zeitschrift „webselling – Geld verdienen mit dem Internet“ abgedruckt. Weitere Informationen zur Webselling sind hier abrufbar.
2 Kommentare
Klaus-Ulrich Moeller
06|Sep|2010 1Mich würde interessieren, ob ich in dem Shop-System auch Videos hinterlegen kann, wieviel Webspace (und wo?) zur Verfügung gestellt werden kann und wie die Bezahlfunktionen geregelt sind (gegen rechnung, PayPal, Kreditkarte?).
Herzliche Grüße + Dank für die Antwort
Klaus-Ulrich Moeller
Helge Buchheister
08|Sep|2010 2Videomaterial kann selbstredend zu Informationszwecken in Webseiten eingebettet werden. Die Größe des Webspace ist abhängig vom gewählten Hostingpaket. Dieses bieten wir allerdings nicht selbst an, Sie müssen sich dieses zusätzlich bei Providern wie 1Blue oder 1und1 mieten. [hb]
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