12 Mai
von Helge Buchheister - Kategorie: Bücher, Windows & Tuning
Auch in dieser Woche hat unser Buch-Autor und Windows-Experte Nico Kuhn einen interessanten Windows-Tipp parat. In seinem heutigen Tipp geht es um die Volumeschattenkopien in einer Windows 7 Umgebung. Was sich hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt, und welche Vor- und Nachteile diese “Schnappschüsse” bieten, erfahren Sie in den folgenden Zeilen.
Wer bereits Windows Vista nutzte, kennt die sogenannten Volumeschattenkopien vielleicht. Vielen ehemaligen XP-Nutzern sind sie aber sicher fremd: Als eine Art „Schnappschuss“ Ihrer Festplatte bieten die Volumeschattenkopien eine Möglichkeit zur Datensicherung. Statt Dateien aber immer wieder in Gänze zu sichern, speichern sie nur die Veränderungen von Dateien und sind somit eine Art inkrementelles Backup. Solche „Schnappschüsse“ erstellt Windows 7 übrigens regelmäßig und völlig automatisch, ohne dass Sie davon etwas bemerken oder die Funktion explizit aktivieren müssen.
Nutzen können Sie die Volumeschattenkopien über den Eigenschaften-Dialog einer Datei oder eines Ordners. Wählen Sie hier den Reiter Vorgängerversionen. Sofern eine vorhergehende Version der Datei gespeichert ist, können Sie diese direkt Öffnen, Kopieren oder eben Wiederherstellen. Letztere Funktion nutzen Sie aber bitte vorsichtig – nicht, dass Sie die „aktuelle“ Version versehentlich überschreiben.
So weit, so gut. Viel interessanter ist für Sie vielleicht, wie viel Festplattenspeicher die Volumeschattenkopien belegen. Schließlich kann dieses Feature bis zu 15% einer Festplatte mit „Schnappschüssen“ bzw. Vorgängerversionen füllen. Unbemerkt, versteht sich. So wundern sich Vista und Windows 7 Nutzer regelmäßig, dass der freie Speicherplatz ihrer Festplatte abnimmt, obwohl sie nichts neues installierten – es waren die Volumeschattenkopien! Um nun zu sehen, wie viel Speicherplatz diese Funktion belegt, starten Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und geben vssadmin list shadowstorage ein.
Die Angabe Verwendeter Schattenkopie-Speicherbereich informiert Sie nun über den tatsächlich genutzten Speicherplatz aller Volumeschattenkopien und Max. Schattenkopie-Speicherbereich verrät, wie viel Speicherplatz den Volumeschattenkopien höchstens zur Verfügung steht.
Nicht unter Vista, aber nun mit Windows 7 gibt es die Möglichkeit, die Volumeschattenkopien per Menü einzuschränken. Öffnen Sie dazu die Systemsteuerung, darin System und Sicherheit, dann System und klicken Sie schließlich links auf Computerschutz. Im Reiter Computerschutz der Systemeigenschaften markieren Sie das Laufwerk, für das Sie die Einschränkung vornehmen wollen. Klicken Sie anschließend auf Konfigurieren. Im Bereich Speicherplatzbelegung haben Sie nun per Schieberegler die Möglichkeit, die Maximale Belegung zu verändern. Doch Vorsicht: die praktische Systemwiederherstellung greift ebenfalls auf Volumeschattenkopien zurück. Je weniger Speicherplatz Sie den Volumeschattenkopien zugestehen, desto weniger Wiederherstellungspunkte kann Windows 7 erzeugen.
Hinweis: Um die Eingabeaufforderung als Administrator auszuführen, suchen Sie im Startmenü unter Alle Programme, dann Zubehör zunächst die Verknüpfung zur Eingabeaufforderung auf, klicken mit der rechten Maustaste darauf und wählen anschließend Als Administrator ausführen. Gegebenenfalls müssen Sie sodann noch die Abfrage der Benutzerkontensteuerung bestätigen.
Über den Autoren: Nico Kuhn hat im Data Becker Verlag bereits mehrere interessante Bücher zu Windows-Themen veröffentlicht, zuletzt das Buch “Windows 7 Dirty Tricks“. In dem Buch verrät er jede Menge Insiderwissen rund ums Thema “Windows-Tuning”.
Und zuletzt noch ein Hinweis für all jene, die besonders komfortabel an den Stellschrauben von Windows drehen möchten: Wer Windows 7 optimieren möchte, sollte einen Blick auf unsere Tuning-Lösung “Twin 7 – Tuning Windows 7” werfen. Die Optimierungssoftware ist speziell auf Windows 7 zugeschnitten und hat in den Tests der Computer-Fachzeitschriften stets ein “gut” als Note erhalten.
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