18 Aug
von Helge Buchheister - Kategorie: Allgemein, Bücher, Tipps & Tricks
Bereits im letzten Monat hatten wir in unserem Weblog über die lange und beschwerliche Odyssee unseres iPads berichtet, das wir uns zu Testzwecken bestellt haben. Nach einer zweiwöchigen Rundreise hatte die Apfelflunder über Indien und China vor vier Wochen endlich unseren Firmensitz in Düsseldorf erreicht. Seitdem ist das iPad durch zahlreiche Mitarbeiter-Hände gewandert. Zuletzt ergatterte unser Pressesprecher Helge Buchheister das Gerät, welches Apple-Chef Steve Jobs bei der Präsentation im vergangenen Januar zwischen iPhone und MAC-Book einordnete. Welchen Eindruck das iPad bei unserem Presseverantwortlichen hinterließ, erfahren Sie in den folgenden Zeilen.
„Auch wenn ich das schicke Gerät nur ein verlängertes Wochenende mit nach Hause nehmen konnte, hat es mich in der kurzen Zeit wirklich begeistert. Im alltäglichen Gebrauch eignet es sich besonders gut zum Surfen und Abrufen von E-Mails. Wer abends einmal mit dem Gerät auf der Couch gesessen und im Netz gesurft hat, der möchte es nicht mehr aus der Hand geben. Das sanfte und intuitive Navigieren mit dem Finger, das schnelle Öffnen und Schließen von Applikationen durch leichten Fingerdruck hinterlässt stets ein absolut wohliges Gefühl. Um kurze Texte wie beispielsweise Notizen oder E-Mails auf dem iPad zu schreiben, reicht die virtuelle Tastatur auf dem Touchscreen vollends aus. Viel Vergnügen hat mir auch das Stöbern im hübschen iTunes-Store bereitet. Apps, Musik, Bücher und Videos werden optisch ansprechend präsentiert, mit wenigen Klicks sind die gewünschten Inhalte auf dem iPad – ein Konto im iTunes-Store vorausgesetzt. So macht Shopping einfach richtig Spaß!
Da es für jede Art von App zahlreiche Alternativen gibt, fällt die Auswahl zum Teil recht schwer. Vor dem Kauf von Software sollte man sich daher unbedingt die Bewertungen im iTunes-Store durchlesen. Viele Apps sind nach Meinung der Käufer unausgegoren und werden von den Anbietern nur unregelmäßig überarbeitet – ein Vergleich lohnt sich also. Wer kein Geld ausgeben möchte, findet im Apple-Store natürlich auch kostenloses Material – von Klassikern der Literatur über spaßige Spiele wie beispielsweise Air Hockey bis hin zu nützlichen Wetterapplikationen und (noch) kostenlosen Nachrichtenangeboten.
Apropos Nachrichtenangebot und Literatur: Während meiner zweitägigen iPad-Annäherungsversuche habe ich mich auch mit dem Thema Lesen beschäftigt. So habe ich mir nicht nur einige der kostenlosen deutschsprachigen Buchtitel aus Apples Online-Buchladen heruntergeladen, sondern auch das App-Testabo der Tageszeitung „Die Welt“ genutzt. Die Frage, ob sich das Gerät zum Lesen digitaler Buch- und Zeitungsausgaben eignet, kann ich deshalb an dieser Stelle einfach bejahen. Auch wenn das Display gemeinhin als nur bedingt augenfreundlich abgetan wird, konnte ich auch nach mehreren Stunden Lesefreude keine Ermüdung meiner Augen feststellen. Allerdings musste ich mich mehrmals dazu zwingen, langsam zu lesen. Beim Lesen am Monitor neige ich mitunter dazu, Texte schnell zu lesen („skimmen“ nennt man das wohl im Fachjargon). Ich konzentriere mich also auf die Kernaussagen und überlese Zeilen. Dies passierte mir des Öfteren auch beim Lesen am iPad, während ich beim Lesen eines gedruckten Buches meistens Zeile für Zeile verschlinge (wenn die Geschichte spannend ist).
Für iPad-Besitzer, die viel auf Reisen sind, ist Apples Tablet-PC meiner Meinung nach ein ideales Gerät, um Zeitungen, Magazine und Bücher unterwegs zu lesen. Am Frühstückstisch schlage ich dann aber doch lieber die Seiten einer Tageszeitung auf, und abends schnappe ich mir ein Buch aus dem Regal. Ähnlich denke ich über das Anschauen von Videos: Warum soll ich mir zu Hause im Wohnzimmer ein Video oder ein TV-Programm auf dem iPad ansehen? Dort steht doch schließlich mein Fernseher mit einem wesentlich größeren Bildschirm! Unterwegs bereitet das Ansehen von Videos auf dem iPad jedoch viel Freude.
Zwei Dinge haben mich am iPad im Großen und Ganzen gestört: Zum einen das Gewicht, denn so schick und intuitiv das iPad auch sein mag, es wiegt in der Wi-Fi-Variante 680 Gramm respektive 730 Gramm in der 3G-Version. Schon nach einiger Zeit werden die Arme merkbar schwer, so dass man das Gerät ganz automatisch auf seinem Schoß ablegt. Richtig angenehm wird die Nutzung, wenn man sich auf ein gemütliches Sofa setzt, die Beine hochzieht und etwas anwinkelt, und dann das iPad gegen die Oberschenkel lehnt. Auf diese Art positioniert verhindert man in jedem Fall einen Tennisarm.
Das zweite große Manko ist die fehlende Flash-Unterstützung. Auch wenn es demnächst mit HTML 5 browserübergreifend eine Alternative für das Einbinden von Videos und Animationen in Webseiten geben wird, nutzen unzählige Webangebote Flash-Technik zur Darstellung multimedialer Inhalte. Und darunter leidet das Surfvergnügen mit dem iPad. Viel zu oft wird man mit Webseiten konfrontiert, auf denen Adobes Programm integriert ist. Damit meine ich nicht nur eingebettete Videos, sondern auch Upload-Dialoge, die es beispielsweise bei großen Fotoportalen gibt.
Mein Fazit: Trotz der fehlenden Flash-Unterstützung ist das iPad ein tolles und zugleich sehr teures Lifestyle-Gerät, das nicht nur schick aussieht, sondern perfekt für die Internet-Nutzung in den eigenen vier Wänden und unterwegs geeignet ist. In Sekundenschnelle ist es betriebsbereit, nervige Wartezeiten beim Starten wie beim Note- oder Netbook entfallen. Wer gerne surft, oder beim Fernsehen oder Musik hören einfach schnell etwas im Internet nachschlagen möchte, findet mit dem iPad ein optimales High-Tech-Spielzeug fürs Wohnzimmer. Als Lesestation eignet sich das iPad wiederum vor allem im mobilen Einsatz. Zusammengefasst: Es ist wirklich sehr schade, dass ich das iPad wieder zurückgeben muss.“
Und wie denken Sie über das iPad? Haben Sie auch ein Gerät? Sind Sie zufrieden? Welche Apps vermissen Sie oder wünschen Sie sich? Schreiben Sie uns! Vielleicht gibt es ja irgendwann einmal auch Apps von Data Becker.
Für den Einstieg in die iPad-Welt eignet sich übrigens besonders gut unser neues Praxisbuch zum iPad.
3 Kommentare
Carlos Pou
18|Aug|2010 1Liebe Data Beckers,
mit Neugier las ich heute Euren Bericht zum iPad – und mit dem Lesen des Artikels stellte sich mir die Frage, wann ihr denn endlich weitere Eurer Anwendungen mac-tauglich macht. Z.B. Web to date / Marketing to date /….to date. Darüber würde sich eure Fangemeinde, zu der auch ich noch zähle, wirklich freuen….
Mit freundlichen Grüssen aus Spanien,
Carlos Pou
molakuna
20|Aug|2010 2Eigentlich ist das iPad nichts anderes als ein großes iPod Touch. Nur die Batterie hält länger! Sehr zu empfehlen wenn mir auch USB-Anschluss fehlt.
Hansda
27|Jun|2011 3Das iPad ist das mit großen Abstand führende Gerät. Es hat einen Marktanteil von ca. 90 Prozent bei den Tablets. Wer soll diesem momentan das Wasser reichen ?
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